Become a leader

Werde zur Führungskraft deines eigenen Lebens

Ein Artikel von Jasmin Schweiger, Innovative Leadership Coach

Siehst du dich selbst als Führungskraft? – Vielleicht im ersten Moment nicht. Aber ich möchte dich ermutigen, noch einmal darüber nachzudenken. Ist es nicht so, dass du einen massiven Einfluss auf dein Leben hast? Triffst du nicht weitreichende Entscheidungen für dich selbst? Steckst du dir nicht selbst Ziele und gibst die Richtung vor? Handelst du nicht auch in einem Netzwerk von Familie, Freund*innen und Kolleg*innen?

Egal ob du Expertin, Thought Leaderin, selbstständige Unternehmerin oder Vorgesetzte in einer Organisation bist, den größten Einfluss hast du auf dich selbst und dein eigenes Leben. Und wenn du diese starke Position in deinem Leben innehast, wäre es nicht schön, diese auch auszunutzen? Ich möchte dir dafür die drei Bausteine für Führungserfolg zeigen, die ich auch für meine Arbeit mit Führungskräften verwende und die du nun für dich selbst und dein Leben anwenden kannst.

MIND

In MIND als erstem Baustein beschäftigst du dich mit dir als Person, denn Führung startet immer bei dir selbst. Du baust damit ein gutes Fundament für dein Leben und stärkst dich selbst von innen heraus. Der erste Schritt hin zu einem starken Leadership Mindset ist, dass du deine eigenen Stärken herausarbeitest. Dabei kannst du in drei konkreten Schritten vorgehen.

1 // Kompetenzen: Welche Kompetenzen hast du erworben?

Stelle dir zunächst die Frage nach deinen Kompetenzen. Folgende Leitfragen können dir dabei helfen: Was hast du gelernt? Was beherrschst du gut? Über welches Wissen verfügst du? Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten hast du erworben? Werde dabei so konkret wie möglich und verharre nicht an der Oberfläche. Es geht darum, dass du für dich herausfindest, welche Kompetenzen dich auszeichnen und eventuell auch von anderen unterscheiden.

2 // Talente: Was sind deine natürlichen Begabungen?

In einem zweiten Schritt kannst du deine Talente herausarbeiten. Es gibt Dinge, die dir leichter fallen als anderen. Das sind deine Begabungen, für die dich andere vielleicht sogar bewundern. So kann es sein, dass du zum Beispiel spielend leicht mit Zahlen umgehen kannst, während sich deine Freundin jedes Jahr mit ihrer Steuererklärung abmüht. Eine hilfreiche Frage ist hierbei: Was fühlt sich für dich nicht wie Arbeit an?

3 // Lebenserfahrung: Auf welche Erfahrungen kannst du bauen?

Frage dich selbst, welche prägenden Erfahrungen du im privaten und beruflichen Bereich gemacht hast und welche Stärken du dadurch aufbauen konntest. Wir alle haben Situationen und Stationen in unserem Leben durchlaufen, die uns zu der Person gemacht haben, die wir sind. Auch wenn die Erfahrungen in diesem Moment vielleicht nicht unbedingt positiv waren, konntest du dadurch eine Menge über dich selbst und das Leben lernen. Nutze dies als Wachstumschance. Und frage dich selbst: Welche Stärken habe ich dadurch aufgebaut?

4 // Bonus: Die Außenperspektive

Wenn du noch einen Schritt weitergehen möchtest, kannst du auch drei weitere Personen befragen. Was sagen sie, was du gut kannst? Es ist spannend die eigene Wahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung abzugleichen. Vielleicht sehen deine Familienmitglieder, Freund*innen oder Kolleg*innen noch weitere Stärken, an die du selbst gar nicht gedacht hast.

Wenn du all deine Stärken gesammelt hast, kannst du nun im wichtigsten Schritt überlegen, wie du diese für dich und dein Leben nutzen kannst. Gibt es Stärken, denen du von nun an mehr Raum geben möchtest? Wie könnte das aussehen? Eine Leaderin weiß, was sie gut kann und nutzt dies auch in ihrem Leben. So wirst du für dich selbst wirksamer und kommst bei deiner Tätigkeit in einen Flow, in dem du großartige Dinge erreichen kannst.

TEAM

Der zweite Baustein ist TEAM. Wie der Name schon sagt, geht es jetzt um dein Verhältnis zu anderen. In der Führungsrolle führst du ein Team, als Leaderin deines eigenen Lebens setzt du auf ein starkes Netzwerk. Es gibt den Spruch: „Zusammen ist man stärker.“ Und vor allem wenn du eine große Vision vor Augen hast, ist jede Unterstützung notwendig, die du kriegen kannst. Aus diesem Grund habe ich drei Fragen für dich vorbereitet, mit denen du analysieren kannst, wo du jetzt stehst und wie du dein Netzwerk noch mehr nutzen kannst.

1 // Wie sieht dein Netzwerk jetzt aus?

Analysiere zunächst den Status Quo. Wie sieht dein Netzwerk jetzt aus? Mit welchen Personen in deinem Kompetenzbereich tauschst du dich derzeit aus? Frage dich dabei, wie dich diese Personen unterstützen können, aber auch wie du Mehrwert liefern kannst. Eine Beziehung gestaltet sich immer beidseitig.

2 // Wie kannst du dein Netzwerk weiter ausbauen?

Vielleicht kennst du die Working-out-Loud-Circles, eine Selbstlernmethode von John Stepper. Das Grundkonzept dieser Circles besteht darin, das eigene Netzwerk so auszubauen, dass man ein selbstgestecktes Ziel besser erreichen kann. Ich habe vor Kurzem selbst an einem WOL-Zirkel teilgenommen und kann die Macht dieser Methode bestätigen. Das zeigt auch, wie hilfreich es ist, an Beziehungen zu arbeiten und wie die Investition in ein Netzwerk letztendlich dazu führt, dass man auch selbst davon profitiert. Somit kannst du dich an dieser Stelle fragen, inwieweit du dein Netzwerk weiter ausbauen kannst, um deine Ziele zu erreichen.

3 // Kommunizierst du wertschätzend?

Immer wenn es um Netzwerkaufbau und -ausbau geht, geht es aus meiner Sicht auch um wertschätzende Kommunikation. Eine Netzwerkbeziehung funktioniert, wie oben schon angemerkt, nur in beide Richtungen. Beobachte dich an dieser Stelle also selbst und überprüfe, ob du wertschätzend kommunizierst. Schenkst du anderen Personen genug Aufmerksamkeit? Bietest du eigene Beiträge an? Bist du respektvoll? Eine spannende Übung ist hier auch, zu überlegen, was einen an der Kommunikation von Anderen stört. Nutze diese Erkenntnisse, um deine eigene Art und Weise der Kontaktaufnahme zu verbessern.

STRATEGY

Der Baustein STRATEGY wird in der Praxis oftmals übersehen. Aber auch Strategie ist wichtig, um etwas bewegen zu können. Auch Non-Profit-Organisationen, die sich zum Beispiel als Verein oder Stiftung für gesellschaftlich relevante Ziele einsetzen, verfügen über Strategien, um ihre volle Wirkkraft entfalten zu können. Als Leaderin deines Lebens bist du strategisch gut aufgestellt und auch hierzu habe ich Leitfragen für dich zusammengetragen.

1 // Formuliere deine Vision und deine Ziele: Wie soll dein Leben aussehen? Wo möchtest du in 3-5 Jahren stehen?

Die Entwicklung einer Strategie kann auch spielerisch sein. Was ich damit meine? Vielleicht hast du ein Vision Board, mit dem du eine Zukunftsvision deines Lebens entworfen hast. Wenn nicht, empfehle ich es dir auf jeden Fall, dir zunächst einmal Gedanken zu machen, wie dein Leben idealerweise aussehen soll und wo du in 3-5 Jahren stehen möchtest. Du kannst dazu mit einem Brainstorming einsteigen und dann die wichtigsten Punkte visuell für dich darstellen. So hast du immer vor Augen, wo du hinwillst. Eine Vision kann auch sehr groß sein, während Ziele eher klar formuliert, spezifisch und idealerweise mit Zahlen hinterlegt sind. Im besten Fall hast du beides: eine große Vision, die dich motiviert, und Ziele, die dir Klarheit und Richtung geben.

2 // Setze es in eine Strategie um: Wie kommst du dorthin?

Der nächste Schritt ist nun, eine Strategie zu entwickeln, wie du deine Ziele und dein Traumleben erreichst. Mache dir also einen genauen Plan, wie du deine Ziele erreichen kannst. Was sind Teilschritte und Meilensteine, die du erreichen willst? Visualisiere auch deine Strategie, so dass du weißt, wo du gerade stehst und was als nächstes folgt.

3 // Brich es für deinen Alltag herunter: Was kannst du heute tun, um dorthin zu kommen?

Nun machst du deine Strategie anwendbar für den Alltag. Überlege dir also, was du bereits heute tun kannst, um deine Ziele zu erreichen. Welche eine Sache kannst du gleich jetzt tun? Manchmal ist der erste Schritt ganz klein und wirkt unscheinbar, aber er sorgt dafür, dass du dich auf den Weg machst und ins Tun kommst. Lege also gleich los, um das Leben zu gestalten, das du dir erträumst.

Du kennst nun die drei Bausteine, die dich zur Leaderin deines Lebens machen. Der aller wichtigste Gedanke, den ich dir aber mitgeben möchte, ist: „Einfach machen!“ Was sich so leicht anhört, gestaltet sich für eine Vielzahl von Menschen als sehr schwierig. Damit du nicht auch zu denen gehörst, die ihr eigenes Leben verträumen, statt ins Umsetzen zu kommen, ist es wichtig, dass du gleich startest. Worauf wartest du noch?

Wer hier schreibt:

Als Innovative Leadership Coach unterstütze und begleite ich Führungskräfte und Coaches, die ein neues und leichtes Arbeiten und Führen in Organisationen bringen wollen.

Ich helfe dir, zum Veränderungs-Katalysator zu werden und Wandel anzustoßen und zu begleiten. Alle Programme meiner Academy for Innovative Leadership basieren auf meiner Führungs- und Personalmanagement-Erfahrung, innovativen Ansätzen aus der Wirtschaftspsychologie und der Führungsforschung sowie auf erprobten Tools aus Business und Leadership Coaching.

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